Anthroposophische Medizin

Als Heilpraktikerin für Anthroposophische Medizin in Hamburg begleite ich Sie vor allem in allen Fragen zur Frauengesundheit auf Ihrem ganz individuellen Heilungsweg! Denn die Anthroposophische Medizin ist eine um spirituelle Aspekte erweiterte ganzheitliche Medizin, die das individuelle Zusammenspiel von Körper, Seele, Geist und Lebenskräften zum Ausgangspunkt jeglicher Behandlung macht. Über die umfassende Anregung der Selbstheilungskräfte soll der kranke Mensch zurück in sein persönliches gesundes Gleichgewicht begleitet werden. Dabei handelt es sich um eine Erfahrungs- und Begegnungsmedizin, denn der Beziehung zwischen Heilpraktiker beziehungsweise Therapeut und Patient kommt eine entscheidende Bedeutung für die Heilung zu.

Der anthroposophische Heilpraktiker betrachtet den gesamten Menschen, seine Physiognomie, Biografie und Lebensgestaltung und setzt diese Elemente in Bezug zu dem körperlichen Befund (was nicht unbedingt der evidenzbasierten Medizin entspricht). Deshalb sind das ausführliche Gespräch und die sich daraus ergebende vertrauensvolle Beziehung zentral für die Diagnose, anschließende Therapie und – wie wir glauben – auch für den Heilungsprozess. Im Sinne einer solchen „Begegnungsmedizin“ wird gemeinsam versucht, die gesamte Problematik zu erfassen und Heilungswege zu ergründen.

Nicht nur Medikamente führen zur Gesundung

Aus einem großen Spektrum an anthroposophischen Arzneimitteln und weiteren Therapieformen (zum Beispiel Wickel und Auflagen oder Heileurythmie und künstlerische Therapien) wählt der anthroposophische Heilpraktiker das nach seiner Meinung für den jeweiligen Patienten Stimmige aus. Darüber hinaus stehen Arzneimittel zur Selbstmedikation gängiger Erkrankungen zur Verfügung.

Insgesamt gibt es mehr als 2.000 Arzneimittel in der Anthroposophischen Medizin, die zum Teil nach homöopathischen Verfahren aus mineralischen, pflanzlichen und tierischen Substanzen hergestellt werden. Die pflanzlichen Bestandteile stammen, soweit verfügbar, aus biologisch-dynamischem Anbau. Diese Arzneimittel werden in Form von Salben, Gelen, Essenzen oder Ölen entweder für äußerliche Anwendungen wie Wickel, Bäder, Einreibungen und rhythmische Massagen eingesetzt, innerlich als Tabletten, Globuli velati, Tropfen, Pulver und Zäpfchen oder als Injektionen verabreicht.

Zu den anthroposophischen Therapien zählen darüber hinaus die Kunsttherapie (plastisch-therapeutisches Gestalten, therapeutisches Zeichnen und Malen), Musiktherapie, Sprachgestaltung, Rhythmische Massage, Heileurythmie, Gesprächstherapie und Biografiearbeit, die aus anthroposophischer Sicht alle gleichwertig neben den Arzneimitteln stehen.

Das Wissen vom gesunden Menschen

Die Anthroposophische Medizin konzentriert sich nicht nur auf die Frage der Krankheit und ihrer Heilung, indem sie die Selbstheilungskräfte des Patienten unterstützt, sondern schreibt diesem auch eine aktive Rolle für seine eigene Gesundheit zu – nicht nur bei der Überwindung der Krankheit, sondern auch beim Erhalt der Gesundheit. Dieser Aspekt verbirgt sich hinter dem Begriff der Salutogenese. Die Polaritäten Gesundheit und Krankheit, zwischen denen der Mensch zeitlebens steht, gehören zusammen. Eine Krankheit zeigt ein Ungleichgewicht an und Gesundheit ist der Zustand, in dem sich Körper, Geist und Seele in einem individuellen Gleichgewicht befinden.

Die Anthroposophische Medizin ist nicht Bestandteil der evidenzbasierten Medizin, also der sogenannten Schulmedizin. Der Gesetzgeber stuft sie aber neben der Homöopathie und der Phytotherapie als „Besondere Therapierichtung“ ein. Zum Teil werden anthroposophische Arzneimittel auch nach homöopathischen Regeln gefertigt.